Apple Music führt KI-Kennzeichnung ein: Transparency Tags für KI-generierte Musik
Apple Music führt optionale Transparency Tags für KI-generierten Content ein (Artwork, Track, Composition, Music Video). Die Verantwortung für korrekte Kennzeichnung liegt bei Labels und Distributoren — ohne technische Verifikation durch Apple selbst.
Apple Music Transparency Tags: Metadaten-Framework für KI-generierten Content
Apple Music hat ein neues Metadaten-System eingeführt: Transparency Tags, die Labels und Distributoren künftig nutzen müssen, um KI-generierten Content zu kennzeichnen. Das Framework deckt vier Bereiche ab: Artwork (Album-Ebene, inkl. animierter Cover), Track (Sound Recording), Composition (Texte, Melodie, Arrangement) und Music Video.
Technisch basiert das System auf einer Erweiterung der bestehenden Apple-Musikspezifikation. Die Tags sind aktuell optional — wird keiner gesetzt, geht Apple vom Fehlen von KI-Content aus. Eine eigene Erkennungsinfrastruktur gibt es nicht: Apple überprüft die Angaben der Lieferanten nicht technisch, sondern vertraut auf Selbstdeklaration, „ähnlich wie bei Genres und Credits."
Der Kontrast zu Deezer ist deutlich: Der Pariser Streamingdienst hat eine eigene KI-Detektionstechnologie aufgebaut, die täglich über 60.000 vollständig KI-generierte Tracks identifiziert. Synthetischer Content macht dort bereits ~39 % aller täglich angelieferten Tracks aus. Deezer lizenziert seine Technologie inzwischen an Partner wie die französische Verwertungsgesellschaft SACEM.
Quelle: Music Business Worldwide